Wärmebrücken sind auch Kältebrücken

Oberstes Ziel ist das rundum dichte Gebäude

Ist es im Freien kalt, sinkt auch die Temperatur an den Innenwänden. Durch vorhandene Wärmebrücken, oftmals fälschlicherweise auch Kältebrücken genannt, kühlen Oberfläche und Raum noch stärker aus. Wird dann die Taupunkttemperatur an der Oberfläche der Innenwand unterschritten, bildet sich Kondenswasser. Es besteht die Gefahr, dass Schimmel wächst. Um dem so entstehenden Transmissionswärmebedarf durch die Ableitung der Wärme durch die Aussenwand entgegen zu wirken, muss wiederum mehr geheizt werden.

Minergie- und Passivhaus: Hohe, verarbeitungsorientierte Fertigkeit ist ein Muss

Beim Errichten von Minergie- und Passivhäusern wird ein sehr hoher Standard für das Gebäude verlangt. So liegt die Anforderung an den U-Wert bei 0,15 W/m². Oberstes Gebot in Sachen Wärmedämmung: Wärmebrücken können eben nicht beliebig durch eine dickere Dämmschicht ausgeglichen werden.

Wo finden sich Wärmebrücken am Gebäude?

Typischerweise treten Wärmebrücken an Bauteilübergängen auf. Deshalb wird unterschieden in die verschiedenen Arten von Bauteilübergängen:

  • Geometrische Wärmebrücken wie zum Beispiel Ecken in einem ansonsten homogenen Bauteil
  • Konstruktiv bedingte Wärmebrücken - entstehen bei Konstruktionen mit unterschiedlicher Wärmeleitfähigkeit - zum Beispiel Stahlbetondeckenverbund oder Ringanker         
       
  • Wärmebrücken durch unsachgemässe Ausführung in den Details

An den Übergängen zu Bauteilen treten sie gerne auf: die Wärmebrücken. Der Fachmann weiss sie zu verhindern.
Wärmebrücken sind weder in der Altbausanierung noch im Neubau und erst recht nicht im Passivhaus erwünscht.

Typische Wärmebrücken

  • Auskragende Bauteile: Auf eine thermische Trennung von beispielsweise Balkon und Geschossdecke muss dringend geachtet werden.
  • Fenster als Falle: Fensteranschlüsse wie Fensterbänke, Rollladenkästen, Fensterlaibungen bieten ausreichend Gelegenheit für Wärmebrücken.
  • Heizkörperbefestigungen im Mauerwerk aber auch Heizkörpernischen, Deckenanschlüsse und ungedämmte Stahlbetonbauteile sind wie geschaffen dafür, bei unsachgemässer Ausführung Wärmebrücken zu bilden.

Die Verarbeitungsrichtlinien von Greutol gehen auf diese Details sehr gewissenhaft ein, beleuchten die jeweilige Verarbeitung genau und zeigen an Hand von Zeichnungen, wie es richtig gemacht wird.