Bautenschutz: Vier Bereiche gilt es zu beachten

Wärmedämmung als ein Faktor hoher Sicherheit am Bau

Bauphysikalisch wird der Bautenschutz in die vier Bestandteile unterteilt:

  • Wärmeschutz – Wärmedämmung
  • Schutz vor Feuchte – Feuchteschutz
  • Schutz der Akustik – Schallschutz
  • Schutz vor Brand – Brandschutz

Dämmung hilft Tauwasser deutlich einzudämmen

Tauwasser ist der Feind jedes Bauteils. Hohe Mengen an Tauwasser führen in Innenräumen ungedämmter Gebäude dazu, dass Schimmel und Korrosion entstehen, gerade in schlecht gelüfteten Räumen sowie in Küche oder Bad. Wärmebrücken in Aussenwänden tun ein Übriges. Wärmedämmung in der Sanierung und im Neubau von Gebäuden verhindert dies, da der Taupunkt, der vor allem durch niedrige Temperaturen nahe der Wandoberflächen für Tauwasser sorgt, gar nicht erst erreicht wird. Das regelt aktuell die SIA 180 für den Wärme- und Feuchteschutz im Hochbau. Dort steht die klare Forderung nach einer grundsätzlich dichten Bauhülle mit an erster Stelle. Dadurch wird richtiges Lüften zu einer entscheidenden Massnahme, um Feuchte im Innenraum zu regulieren. Aber der Feuchtetransport durch Mauerwerk und Fassadenbeschichtung spielt trotzdem - gerade im Neubau - eine nicht zu unterschätzende Rolle.

Voraussetzung für Produkte und Systeme: Wasserdampfdiffusionsoffenheit

Neben den verschiedenen Dämmsystemen von Greutol arbeiten auch die wasserdampfdiffusionsoffenen Putze und Farben in genau diese Richtung und unterstützen das Verdunsten von Tauwasser. Greutol bietet ausschliesslich diffusionsoffene Dämmstoffe an. Putze und Farben sind in ihren bauphysikalischen Eigenschaften optimiert. Damit dies alles funktionieren kann, müssen die Komponenten des VAWD-/WDVS-Systems aufeinander abgestimmt sein. Im System zu bleiben, ist eine unverzichtbare Anforderung an Planer und Unternehmer.

Brandschutz ist ein Muss in der Planung

Ob ein Feuer entsteht und wie es sich an einem Gebäude ausbreitet, wird wesentlich von den verarbeiteten Baustoffen beeinflusst. Die brandtechnischen Anforderungen an Baustoffe sind in der Schweiz kantonal geregelt. Als Vorlage dienen die Bestimmungen von der Vereinigung Kantonaler Feuerversicherungen (VKF). Am 1. Januar 2015 hat der VKF neue Vorschriften und Richtlinien erlassen. Eine Arbeitsgruppe mit Mitgliedern aus diversen Verbänden gab für deren praktische Umsetzung ein "Stand der Technik Papier" heraus. Das Papier dient als ergänzende Planungs- und Verarbeitungshilfe für den vorbeugenden Brandschutz bei der verputzten Aussenwärmedämmung und beschreibt die notwendigen Massnahmen.

Für die Sicherheit und Qualität einer verputzten Aussenwärmedämmung / eines Wärmedämmverbundsystems (VAWD / WDVS) ist der Brandschutz wichtig. Alle Komponenten einer Wärmedämmung sind systemspezifisch geprüft. Die Brandkennziffer beschreibt die brandtechnische Eigenschaft der Komponente. Sie wird im Versuch ermittelt und setzt sich aus dem Brennbarkeitsgrad und dem Qualmgrad zusammen.

Schall, Feuer, Feuchte, Wärme oder Kälte: Die Fassade bleibt rundum geschützt dank Wärmedämmung von Greutol.
Rundum-Schutz dank Wärmedämmung: Die grossen Fünf - Schall, Wärme, Kälte, Feuer, Feuchtigkeit - können der Fassade nichts anhaben.

Die Brandkennziffer (BKZ), Klassifizierung nach VKF

  • BKZ 3            leichtbrennbar
  • BKZ 4            mittelbrennbar
  • BKZ 5            schwerbrennbar
  • BKZ 5            schwerbrennbar bei 200°
  • BKZ 6q          quasi nichtbrennbar
  • BKZ 6            nichtbrennbar

Anmerkung
In der Praxis werden die Baustoffe mit Brennbarkeitsgrad 6 und 6q gleichgestellt.

Qualmgrad nach VKF

  • 1 starke Qualmbildung
  • 2 mittlere Qualmbildung
  • 3 schwache Qualmbildung

Beispiel: Die Brandkennziffer 5.3 bedeutet: schwerbrennbar, schwache Qualmbildung.