Windlast am Haus

Geregelter Schutz von Gebäuden

Die Windlast an Gebäuden ist primär eine klimatische Grösse.

Dabei geht es um die Einwirkungen von Druck und seiner Verteilung auf Bauwerke und Bauteile, der durch Windströmungen ausgelöst wird. Die frontal auf ein Bauwerk auftreffende Windlast erzeugt einen Überdruck – den sogenannten Winddruck. An den Seitenflächen oder am Dach löst dieser sich wieder, bewirkt jedoch einen Sog – es entsteht ein Unterdruck. Zusätzlich erzeugen auch Windverwirbelungen an den Gebäudeseiten Unterdruck und somit Windsog. Die SIA 261 regelt als Norm diesen Bereich in der Schweiz. Sie gilt heute als anerkannte „Regel der Baukunst“.

Unterschiedliche Windverhältnisse in der Schweiz

Um den unterschiedlichen Windverhältnissen Rechnung zu tragen, ist die Schweiz in sieben sogenannte Referenzzonen aufgeteilt. Daraus ergibt sich, dass für Gebäude mit exponierten Lagen, wie zum Beispiel an Berggipfeln, eine Anpassung des Referenzstaudrucks notwendig ist. Im Flachland ist hingegen eine Standardverdübelung von Wärmedämmung (VAWD/WDVS) absolut zulässig.

Dem Windsog in den 7 verschiedenen Referenzonen wird dank SIA 261, abhängig vom gewählten Dämmstoff, mit einer entsprechenden Verdübelung vorgebeugt.
Winddruck an Gebäuden wird in der Schweiz nach 7 Referenzzonen beurteilt. Dem Windsog jeder Referenzzone wird gemäss SIA 261 mit einer entsprechenden Verdübelung der Wärmedämmung vorgebeugt.

Verdübelung

Neben den Anforderungen aus den Windlasten bestimmen Gebäudestandort, Gebäudehöhe, Art oder Zustand des Untergrundes sowie die Art der Dämmplatten (EPS, Steinwolle etc.) die Ausführung des Dämmplattendübels sowie des verwendeten Dübelschemas.