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Recycling-Beton wird neben normalem Beton immer häufiger eingesetzt – was ist vor den Verputzarbeiten auf Betonuntergründen unbedingt zu beachten, um das Risiko für Schadensfälle zu verringern?
Das Recycling von Rohstoffen ist ein aktuelle Thema und der Wunsch von Bauherren, recycelte Rohstoffe einzusetzen, nimmt immer weiter zu.Jedoch können nicht alle Baustoffe bisher zu 100 % in derselben Qualität aus Recyclingmaterial oder mit Recyclinganteil hergestellt werden – bei RC-Beton ist die Statik problemlos gegeben, aber die Oberflächenbeschaffenheit unterscheidet sich meist zur Qualität von konventionellem Beton ohne Recyclinganteil.
Das Betonmaterial aus dem Rückbau wird recycelt. Daraus entsteht zerkleinertes Betongranulat, das bei der Herstellung von neuem Beton als Recyclinganteil dazugegeben werden kann. Die Qualität und Festigkeit des Betons wird dadurch auch nicht weiter beeinträchtig. Allerdings kann es bei der Weiterbearbeitung von Wänden und Decken aus RC-Beton zu unerwarteten Problemen kommen, denn die Oberfläche, Tragfähigkeit, Restfeuchtigkeit und Saugfähigkeit variiert bei RC-Beton im Vergleich zu konventionellem Beton deutlich stärker.
Immer eine Feuchtigkeitsmessung gemäss SIA 242 durchführen und prüfen, ob der Beton bereits ausreichend trocken ✔️ ist.
Jede Wand- und Deckenfläche aus (RC-)Beton auf Sauberkeit und Staubfreiheit ✔️ prüfen.
Jede Wand- und Deckenfläche aus (RC-)Beton auf deren Wasseraufnahmefähigkeit testen. Hierzu mit Sprühflasche die Wand besprühen und prüfen, ob das Wasser abperlt✔️oder aufgesaugt ❌ wird.
Jede Wand- und Deckenfläche aus (RC-)Beton auf deren Festigkeit prüfen. Hierzu mit dem Cuttermesser im Gitterschnitt einschneiden: bilden sich relativ einfach Furchen im Beton ❌ oder lässt sich die Oberfläche fast gar nicht bearbeiten ✔️?
✔️ Weist der Betonuntergrund die passenden Eigenschaften nach den Testmethoden auf, kann mit dem Aufbringen einer geeigneten Haftbrücke begonnen werden. Der Verputzaufbau kann im Anschluss wie gewohnt erfolgen.
❌ Wird bei einem oder mehreren Tests nicht das gewünschte Ergebnis erzielt, muss die betroffene Wand oder Decke erst mit GreoPrime Tiefgrund W vorbehandelt werden. Danach an mehreren Stellen Abrissproben durchführen, bevor mit dem Auftrag der geeigneten Haftbrücke begonnen werden kann.
Mit diesen Tipps und Ausführungsempfehlungen möchten wir Ihnen helfen, sichere Verputzergebnisse auch auf schwierigeren Untergründen zu erhalten. Bei weiteren Fragen zur Auswahl und der Verarbeitung von Haftbrücken können Sie sich jederzeit an Ihren Aussendienstmitarbeiter wenden.